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Gemeinsame Sache für die Verpackungstechnik: Eine Woche voller Innovation
und internationalem Teamgeist im Rahmen des DAAD-Projekts „PACK IT“ – mit großzügiger Unterstützung der Fritz-Landmann-Stiftung.Vom 15. bis zum 21. Februar 2026 erlebten 17 Studierende eine intensive Fachwoche
an der Bildungsakademie Papier (BIP) in Gernsbach. Diese besondere Gruppe
vereinte Wissen über nationale Grenzen hinweg: Sieben Masterstudierende
der Berliner Hochschule für Technik (BHT) aus dem Bereich Verpackungstechnik und
Management trafen auf zehn ukrainische Studierende. Letztere stammten von
der Nationalen Universität für Lebensmitteltechnologie (NUFT) sowie der Nationalen
Universität für Lebens- und Umweltwissenschaften (NUBiP) in Kiew und bereicherten
den Austausch mit ihrem Wissen in den Bereichen Automatisierung, Drucktechnik und
Verpackungstechnologie.Fachlicher Fokus und vernetztes Denken
Im Zentrum des Vertiefungskurses „Faserbasierte Packstoffe“ stand der Ausbau des
ganzheitlichen Verständnisses für die Papierherstellung sowie die Prozesssimulation.
Um der internationalen Ausrichtung gerecht zu werden, fanden sowohl die täglichen
Vorlesungen als auch die abschließende Klausur vollständig auf Englisch statt. Das
Programm bot dabei Einblicke in die moderne Papiertechnologie: angefangen beim
Zellstoff bis hin zur Herstellung von Papier und Karton.Neben den Grundlagen der Farbphysik bildete die digitale Simulation ein technisches
Highlight der Woche: Durch die Arbeit mit dem CAPS-Simulationsprogramm konnten
die Studierenden virtuelle Papiermaschinen steuern und den Einfluss verschiedener
Parameter auf die resultierende Papierbahn untersuchen. Ergänzt wurde die Theorie
durch praktische Laboreinheiten, die sich unter anderem mit
dem Refining beschäftigten.Organisation und Atmosphäre
Die Organisation der Woche lag in den Händen von Professor Stefan Junge, der die
langjährige Kooperation mit dem Papierzentrum Gernsbach pflegt, unterstützt
durch Professorin Dr. Nataliia Zaiets, der Koordinatorin des DAAD-Projekts „PACK IT“.Doch nicht nur die fachliche Weiterbildung, sondern auch der persönliche Austausch
stand im Mittelpunkt. Die Unterbringung im Gästehaus direkt vor Ort bot dafür den
idealen Rahmen. Vor Ort wurde die Gruppe fünfmal täglich mit abwechslungsreichen
Mahlzeiten und Getränken versorgt, sodass man sich ganz auf das Lernen und das
Miteinander konzentrieren konnte. Ob beim Kegeln oder bei gemeinsamen
Spieleabenden, die Gruppe wuchs in kürzester Zeit zusammen. Den Abschluss bildete
ein gemeinsamer Abend in Karlsruhe, an dem der Erfolg der Woche und die deutsch-
ukrainische Freundschaft gefeiert wurden.Stimmen der Teilnehmenden
Der positive Eindruck spiegelt sich auch in den Aussagen der Studierenden wider:
„Die Woche hat uns alle noch einmal ganz anders zusammengeschweißt. Es ist
erstaunlich, dass wir uns nach nur wenigen Tagen bereits wie ein eingespieltes Team
fühlen.“ Jamayn Kühn„Meine Highlights waren die gemeinsamen Abende nach den Vorlesungen, die
Papierherstellung im Labor und die Simulation an der Papiermaschine.“ Yara-Charlin
Ball„The main highlight in Gernsbach was the lecture by Matthias Ganz. He explained
stock preparation clearly and effectively, using questions to engage the students.” Yurii
MykytynDie Kombination aus fachlicher Tiefe, einer Rundum-Verpflegung und der herzlichen
Atmosphäre machte die Zeit in Gernsbach zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein
herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für diese Woche. Allen kommenden Studierenden
wünsche ich viel Freude und Erfolg in Gernsbach!Verfasst von: Laura Schnerring
Bericht in Ukrainisch von der NUFT




