Manche Dinge... ...wären ohne Verpackung kaum denkbar. Über 95 % aller Waren und Güter werden verpackt.
  • Zukunft braucht Herkunft

    von Prof. Dr.-Ing. Ingo Sabotka 24. Mai 2020

    Ich alter Professor Ingo Sabotka bin ja nun dank meiner Jahrzehnte Verpackungs- und Lebenserfahrung, auf die ich zurücklicken darf, hier im Studiengang Verpackungstechnik an der Beuth Hochschule in der Hauptstadt Berlin inzwischen vom einstmaligen Youngster zum Weisen Alten Mann mutiert; und als solcher sehe ich eine meiner Aufgaben durchaus auch darin, chronologisch zurück zu schauen und der Verpackungsjugend von heute von den schönen Verpackungsdingen zu berichten und Ihnen meine Verpackungsanekdoten zu erzählen.

     

    Hervor zu heben sind pars pro toto die zahlreichen, hervorragenden Exkursionen nach Finnland.  Warum Finnland, werden Sie vielleicht fragen. Na, weil in Skandinavien – und so eben auch in Finnland –  die Wiege eines der ganz, ganz wichtigen Packstoffe, nämlich Papier-Karton-Pappe, steht.

    Bedeutsame Firmen wie Stora Enso , Metsä Board , Kotkamills , BillerudKorsnäs , Tetra Pak u.v.m. sind in Skandinavien zu Hause und hatten unseren Studiengang der Verpackungstechnik durch Verpackungspreis – Auslobungen sowie durch die Einladung und den herzlichen Empfang unserer Verpackungs-Studierenden in den zurückliegenden Jahren sehr unterstützt und unsere Studierenden sehr motiviert.

    Bei all dem darf man den von jeher sehr engen Kontakt zur Papier-Karton-Pappe-Industrie nicht unerwähnt und außer Acht lassen, bei welcher die der Panther Packaging Gruppe  nahe stehende Fritz-Landmann-Stiftung beheimatet ist. Bereits seit den Zeiten unseres Studiengangsgründers, Herrn Prof. Dieter Berndt , unterstützt die Fritz-Landmann-Stiftung nachhaltig die papiertechnologische Ausbildung unserer Studierenden durch regelmäßige Fach-Exkursionen zum Papierzentrum Gernsbach im Schwarzwälder Murgtal.

    Na, jüngst bin ich in diesem papiertechnologischen Zusammenhang wieder auf das Alvar Aalto Haus im Moabiter Kiez direkt am U-Bahnhof Hansaplatz aufmerksam geworden. Dort hatte der berühmte Finnische Architekt Alvar Aalto in den 1957er Jahren (übrigens meine Generation) ein Gebäude beigesteuert. Dieses Gebäude ist ganz in weiß gehalten, gewissermaßen so wie das Vorbild in Helsinki direkt am dortigen Hafen. Gerade eben hatte ich an einen guten Freund folgende Zeilen gerichtet gehabt, die in diesem Zusammenhang sehr gut passen:

    Ich hatte gerade mal in „Google Maps“ nach der exakten Lage des Alvar Aalto Hauses schauen wollen – doch zu meiner großen Freude ist dieses Haus bereits seitens „Herrn Google“ ein-eindeutig als „Alvar Aalto Haus“ gekennzeichnet. Ergänzend und Horizont-erweiternd füge ich hier mal ein selbst geschossenes Foto des Alvar Aalto Hauses direkt in Helsinki am dortigen Hafen bei. Im Gegensatz zum Moabiter Aalto Haus hat jenes in Helsinki (= Hauptgeschäftsstelle der Fa. Stora Enso, welche wir mit unseren Studierenden exkursionsmäßig besucht hatten) eine Fassade aus edlem, weißen Marmor, welcher allerdings leider nicht Seewasser-beständig ist und vor einigen Jahren in Helsinki hatte ausgetauscht werden müssen. Tja, auch Superstararchitekten wissen & bedenken offenbar nicht alles.

    In diesem großen papiertechnologischen Rundumschlag mit kleinem Ausblick auch auf den Werkstoff ‚Marmor‘ beschließe ich meinen Exkurs . . .  und wünsche Ihnen allen einen schönen und erfolgreichen Start in die neue Kalenderwoche.  Corona wirbelt ja immer noch alles durcheinander – verlieren Sie alle bitte nicht den Mut und denken & bleiben Sie dem Leben zugewandt & gewogen.

    An dieser Stelle möchte ich einmal meinen ganz besonderen Dank an einen unserer jungen Professoren aussprechen, nämlich Herrn Professor Stefan Junge (nomen est omen);  er hatte es zusammen mit seinem Finnischen Kollegen Yrjö Aho mit sehr viel Engagement und Weitblick überhaupt erst möglich gemacht, dass Generationen unserer Verpackungstechnik-Studierenden in den Genuss dieser Finnland-PKP-Exkursionen kamen (!)  Weitere maßgebliche Wegbegleiter sind Herr Manfred Aumann und Herr Gabriel Goldmayer.

    Ihnen, liebe Leserinnen und Leser ist bestimmt schon aufgefallen, dass hier in diesem Beitrag gar keine „Smilies“ drin sind; das ist nun wiederum unserem ganz, ganz jungen Professorenkollegen, Herrn Prof. Sebastian Klaus , geschuldet, der in solchen Beiträgen wie diesem hier keine „Smilies“ mag. Na, der Jugend das Vorrecht . . .  wenn der zukünftige Verpackungsprofessor keine Smilies hier an dieser Stelle mag … und er hat ja durchaus auch ein Stück weit Recht mit seiner Meinung … na, dann erscheinen hier eben auch keine Smilies „Zwinker“

    Wir Professores vom Studiengang Verpackungstechnik der Beuth Hochschule in Berlin grüßen Sie vielmals . . .  bleiben Sie gesund & wissbegierig . . . und in nicht allzu ferner Zukunft übernehmen Sie dann das Steuerrad (!)  . . .